ZSB-1 v1.0: Zero-Skill Baseline — Kurzfassung
Das Wichtigste
- Vergleich mit Zufallstradern (simuliert) – gleiches Risiko, Regeln, Kosten.
- Rang 95 heißt nicht 95 % Können.
- Null-Basislinie durch Tilting der Handelstage.
Stand: ZSB-1 v1.0, Text vom 17.10.2026, Webfassung 18.10.2026. Vor der Veröffentlichung: die veröffentlichte Fassung bekommt einen git-Commit, einen OpenTimestamps-Stempel und eine Zenodo-DOI (eine DOI je Methodenversion). Der Volltext ist englisch und enthält Formeln, Testvektoren, Seeds und Literatur; diese Seite ist die deutsche Kurzfassung (Anhang des Papiers).
Was das hier nicht sagen kann: ob du Können hast.
Für Fachleute
ZSB-1 sagt, wie ein Trader ohne Vorteil mit deinem Risiko, deinen Regeln, deiner Trade-Form und deinen Kosten abgeschnitten hätte, und wo dein Ergebnis unter 10.000 solchen Zufalls-Tradern liegt.
Null-Basislinie (§2 im Volltext). Deine Trade-Werte und deine Tagesstruktur bleiben.
Für Fachleute
Wir gewichten deine Handelstage so um, dass ein Trader ohne Vorteil im Mittel brutto null macht (exponentielles Tilting der Tagessummen), ziehen daraus 10.000 Zufalls-Trader mit ganzen Tagen und ziehen die Kosten je Trade ab. Für Stop/Ziel-Brackets ist das exakt (bei 1:2 gewinnt der Zufalls-Trader genau 1 von 3), für Zeit- und Trailing-Ausstiege eine Näherung. Geplant: Die effektive Tagezahl (ESS) kommt auf die Karte, unter 20 heißt es dann „Rang unsicher“; die Beta zeigt das noch nicht. Mit Tages-Tilting lag der Anteil p < 0,01 je Zelle bei 0,92–1,24 % (Ziel ≤ 1,2 %, eine Zelle liegt knapp darüber; Monte-Carlo-Fehler je Zelle etwa 0,2 Prozentpunkte). Tilting je Trade ohne Tagesstruktur lag in den Tagesregime-Zellen bei 1,28–1,36 %. Der Unterschied ist klein und mit 2.500 Läufen je Zelle nicht sicher.
Drei Kopfrechenproben (§3 im Volltext). Statischer Boden: D/(D+A), z.
Für Fachleute
B. 2.000/5.000 = 40 %. Intraday-Trailing: e^(−A/D), z. B. e^(−1,5) = 22 %. Trailing mit Lock am Startsaldo: e^(−1)·D/A = 24,5 %. Ein weiches Tageslimit ändert die Zufallsquote fast nicht, nur die Dauer. Größeres Risiko je Trade erhöht die Zufallsquote, weil weniger Trades weniger Kosten bedeuten; das ist eine Warnung, keine Empfehlung.
Rang (§4 im Volltext). „Du schlägst x von 100 Zufalls-Tradern mit deinem Risiko, deinen Regeln und deinen Kosten.“ p nach Phipson–Smyth, nie null, mit Monte-Carlo-Fehler.
Für Fachleute
Pflichtsatz: Rang 95 heißt, 5 von 100 Zufalls-Tradern waren so gut wie du; es heißt nicht, dass du mit 95 % Können hast.
Band, Countdown, Prüfpunkte (§5 im Volltext). Das Vorteilsband ist eine Schätzung mit skeptischem Vorwissen (τ = 0,25 R); die Karte zeigt, wie viel Prozent der Schätzung aus deinen Trades kommen, und daneben das Bootstrap-Band über ganze Tage.
Für Fachleute
VIF-Schätzer (§5.2): Für die Varianz des Mittelwerts x̄ der Trade-R-Werte gilt VIF = max(1, 1 + 2 Σ w_k ρ̂_k) mit ρ̂_k aus den zentrierten Trades, Bartlett-Gewicht w_k = 1 − k/(L+1), Lag L = ⌊4·(n/100)^{2/9}⌋ (Newey–West-Form mit Bartlett-Kernel, wie in tape-core vifFromAcf ). Daraus Var(x̄) = σ̂²·VIF/n im Normal–Normal-Update; Dritte können VIF und Band aus der R-Reihe nachrechnen (Formeln im englischen Volltext §5.2). Der Countdown rechnet mit deiner eigenen Streuung und dem kleinsten Vorteil, der dich interessiert (Standard 0,10 R). Vorläufig: Die bisherigen Countdown-Werte (z. B. rund 1.280 Trades bei 1:2-Brackets) beruhen auf α 5 % einseitig; der Countdown im Rechner rechnet schon mit der strengen Regel (α 0,005 zweiseitig); die O'Brien–Fleming-Konstanten per Simulation für die Prüfpunkte folgen. Wer laufend nachschaut, hat 33 % Falschalarme; deshalb gibt es Urteile nur an zehn festen Prüfpunkten (O'Brien–Fleming), dazwischen heißt das Band „Vorschau“. Vier Stufen: „Noch nicht entscheidbar“, „Sieht nach Zufall aus“, „Signal zeichnet sich ab“, „Kaum nur Glück“ (mit dem Zusatz „Das ist kein Beweis für Können“). Test-Vektor TV-6 nutzt noch α 5 % einseitig; die Zahlen der Methodik-Seite nutzen α 0,005 zweiseitig.
Varianten (§6 im Volltext). Pflichtfrage: „Wie viele grundsätzlich verschiedene Einstellungen hast du ausprobiert?“ Dann vergleichen wir dich mit dem Besten von N Zufalls-Tradern (Šidák).
Für Fachleute
Beispiel (Testvektor TV-8). Synthetischer Beispiel-Trader, kein echtes Konto: Bracket 1:2, wahrer Netto-Vorteil +0,02 R, Kosten 0,05 R je Trade, n = 300 (Seed 80130001). Beobachtet: 103 Gewinner, Netto-Summe −6,0 R (Mittel −0,02 R). Null: Tilting auf Brutto-Erwartung 0 (beim 1:2-Bracket gewinnt der Zufallstrader genau 1 von 3), 20.000 Zufallstrader je Stufe, Seeds 80130003, 80130004, 80130005, tape-core 0.2.0. Ergebnis: Rang 62 bei N = 1 (p = 0,382), Rang 9 gegen den Besten von 5 (p = 0,908), Rang 0 gegen den Besten von 20 (p = 1,000). Der frühere Wert p = 0,207 passt nicht zu Rang 62 und ist ersetzt.
Prop-Pfadmodell (§7 im Volltext). Wer nur Schlusskurse je Trade hat (kein MAE/MFE), überschätzt bei Intraday-Trailing die Zufallsquote in unserem Basisfall um rund ein Viertel; ohne MAE/MFE zeigen wir deshalb eine Spanne und markieren den Punktwert als optimistisch.
Kalibrierung (§9 im Volltext). Jede Prognose wird gestempelt (Hash, Version, Seed, τ, Band) und später gegen die Null-Prognose bewertet (Kupiec, PIT, CRPSS).
Für Fachleute
Zuerst nur der Betreiber-Strom (vorregistriert). Nutzer-Kalibrierung ab 137 unabhängigen Fenstern, voll ab 300.
Validierung (§10 im Volltext). Fünf Golden-Tests gegen geschlossene Formeln (T1–T5), ein deterministischer Testvektor für das Tages-Tilting (TV-1), ein statistischer Test auf den Fehler 1.
Für Fachleute
Art (Ziel ≤ 1,2 % bei Niveau 1 %; Ergebnis 0,92–1,24 %, eine Zelle knapp darüber), drei Abdeckungstests für τ. Jede veröffentlichte Zahl trägt Engine-Version, Seed und Testvektor-ID.
Was wir nicht tun. Keine „Wahrscheinlichkeit für Können“, keine Vorzeichen-Permutation, kein bloßes Mischen, keine Zufallseinstiege mit Kursdaten im Produkt, keine Plug-in-Bänder, keine Pauschalquote („17–25 % bestehen“), keine Firmennamen, kein Anspruch, den Begriff geprägt zu haben.
Mit deinen eigenen Trades prüfen: Beta ab 23.10. → Warteliste · Eingabeformat → Datenformate